Florian (19) informiert Jugendliche über Afrika
Name: Florian
Alter: 19
Wohnort: Wachtberg bei Bonn
Beruf: Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr bei Aktion Tagwerk e.V.
Mein Vorbild: Sophie Scholl
Meine Hobbys: Politik, soziales ehrenamtliches Engagement
Meine Musik: So ziemlich alles, außer Rap und Punk/Metal
Mein Lieblingsfilm: De Já Vù, Das Streben nach Glück
Mein Lieblingsbuch: Illuminati
Mein Lieblingsessen: Hackbraten mit Pellkartoffeln
Da engagiere ich mich / Da mache ich mit:
Ich mache mein Freiwilliges Soziales Jahr bei Aktion Tagwerk. Aktion Tagwerk leistet entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland und fördert mit dem Projektpartner Human Help Network e.V. Bildungsprojekte in Südafrika, Burundi, Ruanda, Angola und dem Sudan. Ich bin bei Aktion Tagwerk Ansprechpartner für Schulen und Schüler. Ich telefoniere, schreibe Emails und halte Kontakt. Außerdem kümmere ich mich um die „Social Networks“, bei denen wir aktiv sind, wie beispielsweise schülerVZ. Hier haben wir jüngst sogar ein Edelprofil bekommen. Ich habe außerdem zwei Jahre lang in der Landesschülervertretung Nordrhein-Westfalen mitgearbeitet, inzwischen engagiere ich mich in einer Partei.
Mir ist dabei besonders wichtig...
Bei Aktion Tagwerk ist mir besonders wichtig, dass ich die Schülerinnen und Schüler über Afrika aufkläre. Es wird zu sehr von den schlimmen und schrecklichen Seiten Afrikas gesprochen und zu wenig über die wundervolle Landschaft und Kultur. Afrika ist ein so vielfältiger Kontinent, der definitiv zu kurz im deutschen Schulunterricht kommt. Das will ich ändern! Die Projektreise nach Ruanda mit Aktion Tagwerk, bei der ich im September 2009 teilgenommen habe, hat mir gezeigt, dass dieses Land noch viel Hilfe benötigt. Wichtig bei der Entwicklungshilfe vor Ort ist, dass die bestehenden Familien- und Gemeindestrukturen nicht auseinander gerissen werden. Deshalb unterstütze ich Aktion Tagwerk durch meine Arbeit!
Das macht mir daran Spaß:
Dass ich mich aktiv für Gleichaltrige in Afrika engagieren kann und dass ich Kinder und Jugendliche über die Situation in Afrika aufklären kann. Nachdem man 13 Jahre lang in der Schule war, sieht man nun „die Welt“ aus anderen Augen – nicht mehr als Schüler. Bei unserer entwicklungspolitischen Bildungsarbeit an deutschen Schulen mit dem Infomobil, erzählen wir von unseren Erfahrungen in Afrika und von den Projektländern, die wir unterstützen. Ich finde es besonders schön, wenn die Schülerinnen und Schüler dabei ernsthaftes Interesse zeigen und uns mit Fragen löchern. Aber auch das Tagwerk-Team als Ganzes ist einfach Klasse. Ich bin glücklich, dass ich in so ein tolles Team gekommen bin. Was ich besonders toll finde ist, dass man sich hier frei entfalten und neue Ideen einbringen kann. Die Projektreise nach Ruanda war ein besonderes Erlebnis. Dass es mir Spaß gemacht hat, ist vielleicht falsch gesagt. Es war sehr faszinierend die Kultur, die Bevölkerung und das Land hautnah zu erleben. Eine solche Reise kann man als normaler Tourist nicht machen. Die Erlebnisse vor Ort prägen mich immer noch. Ich stelle zwar nicht mein komplettes Leben um, aber ich bin manchmal schon nachdenklicher als früher.
Das nervt mich manchmal:
Manchmal ist es schon schade, wenn man den ganzen Tag im Büro sitzt und die Sonne draußen scheint. Da war das Schüler-Leben doch schon angenehmer. Außerdem ist es manchmal „frustrierend“, wenn man eine Absage von einer Schule bekommt. Dann finde ich es schade, dass wir sie nicht überzeugen konnten an unserer Kampagne teilzunehmen.
Mein sozialer Einsatz bringt mir was, und zwar:
Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Einsatz meine Persönlichkeit beeinflusst und das ist im positiven und nicht im negativen Sinne gemeint. Man lernt, dass man Dinge aus mehreren Blickwinkeln sehen muss. Schon jetzt habe ich so viel dazu gelernt und erfahren. Diese Erfahrung hätte mir kein anderer Job gebracht und diese kann mir auch niemand mehr nehmen. Ich habe hier schnell gelernt, dass man Probleme eigenständig lösen kann.
Wenn ich erzähle, dass ich zurzeit für Aktion Tagwerk arbeite, sind die Menschen meistens erstaunt. Das gibt einem selbst auch ein positives Gefühl und die Sicherheit, dass man das Richtige macht.
So bin ich darauf gekommen...
Meine Vorgängerin im Freiwilligen Sozialen Jahr hat mich Ende 2008 auf meinem Schulhof angesprochen, ob ich nicht an meiner Schule ein Plakat von Aktion Tagwerk aufhängen könnte. Das war der erste Zugang. Ich habe dann noch Termine für Aktion Tagwerk bei der Bezirks- und andesschülervertretung arrangiert und mich so auch in das Thema eingelesen. Als ich mich dann entscheiden musste, ob ich Zivildienst leisten soll oder bei der Bundeswehr diene, war für mich schnell klar, dass ich mich bei Aktion Tagwerk bewerbe. Die Arbeit dort hat mich schon damals fasziniert.
Anderen Jungs möchte ich sagen:
…keine Sekunde des sozialen Engagements verschwendet ist. Jeder Moment, den man sich für eine soziale Sache einsetzt, ist gewonnene Zeit. Man darf sich von Rückschlägen auf keinen Fall einschüchtern lassen und sollte immer sein Ziel im Auge behalten. Das bringt nicht nur euch was, sondern auch eurem Umfeld. Als Einzelgänger hat man es schwer im Leben, man sollte immer auf seine Mitmenschen und auf die Welt achten. Egal ob es der Nachbar oder ein kleiner Junge in Afrika ist. Mit einem bisschen sozialen Engagement ist allen geholfen!













